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Netzwerk P4:Leider kam es anders – Bolivienkleidersammlung 2025 nicht möglich

Aufgrund von dramatischen Veränderungen im Altkleidermarkt wird es 2025 keine Boliviensammlung geben.
Man sieht in geschwungener Form die Wörter Caminando juntos - gemeinsam unterwegs. Dazu die Wörter Bistum Trier bzw. Bolivien
Datum:
18. März 2025
Von:
Anja Günther

Die letzte Boliviensammlung der Katholischen Jugend, die am 6. Juli 2024 an verschiedenen Orten in den Landkreisen Bad Kreuznach, Birkenfeld und dem Rhein-Hunsrück-Kreis stattgefunden hatte, wurde bei der Klausurtagung des Netzwerks P4 (Zusammenschlusses von kirchlichen Hauptamtlichen aus dem besagten Gebiet) im November 2024 ausgewertet.

Dort wurde auch beschlossen, dass es im Sommer 2025 wieder eine Sammlung geben soll. Leider kam es aber seit der zweiten Hälfte des Jahres 2024 am Altkleidermarkt zu dramatischen Veränderungen.

In einer Pressemitteilung des Dachverbandes FairWertung e.V. heißt es: “Es droht der Kollaps der Alttextilsammlung in Deutschland. (...) Während die Kosten in der Erfassung (Personal und Logistik) zuletzt deutlich gestiegen sind, ist der Preis für Alttextilien auf dem Großhandelsmarkt aufgrund des hohen Angebots sowie massiven Absatzproblemen in den letzten Monaten dramatisch gefallen. Eine kostendeckende Sammlung ist in der Folge kaum noch möglich.”

Das größte Problem ist der zunehmende Abfallanteil bei den Altkleidern aufgrund der mangelhaften Textilqualität bei gleichzeitiger Zunahme der Menge, was die Preise in den Keller fallen lässt.

Darüber hinaus gibt es an vielen Orten noch Unklarheit darüber, wie nach der seit 01.01.2025 geltenden Getrenntsammelpflicht die Sammlungen konkret vor Ort fortgesetzt und ausgestaltet werden sollen.

Aus den genannten Gründen ist eine Boliviensammlung zum aktuellen Zeitpunkt weder sinnvoll noch möglich, zur Enttäuschung vieler haupt- und ehrenamtlicher tätiger Menschen, die sich über viele Jahre für die Bolivienpartnerschaft des Bistums Trier engagiert haben.

Auch für die Partner in Bolivien ist die Situation dramatisch, ist man doch vor Ort auf die finanzielle Unterstützung angewiesen, um Projekte in der Jugendarbeit weiterzuführen.

Deshalb suchen die Verantwortlichen im Netzwerk P4 jetzt nach Alternativen, um die Bolivienpartnerschaft zu unterstützen.